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TEST // BUMÚNTÚ

TEST // BUMÚNTÚ

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Folge ich lieber dem Pfad des Löwen? Oder kann ich mit dem Schimpansen gerade mehr erreichen? Solche Fragen stellen sich die Spieler bei BUMÚNTÚ andauernd. Bereits im vergangenen Jahr zur SPIEL erschien das Familienspiel bei Wizkids, nun bringt Pegasus dieses Jahr BUMÚNTÚ auf Deutsch heraus. Eine gute Gelegenheit, das Spiel mit den vielen bunten Acrylsteinen vorzustellen.

Das Rezensionsexemplar ist die englische WizKids-Version und stammt aus meiner persönlichen Sammlung. Ich erkläre auf der SPIEL in Essen für Wizkids. Dies hat keine Auswirkungen auf die Rezension.

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IM DSCHUNGEL SCHLÄFT NICHT NUR DER LÖWE

bumuntu 022 bis 5 Spieler wollen sich ihren Weg durch den Dschungel bahnen. Dabei folgen sie den Pfaden unterschiedlicher Tiere, erlangen so ihre Gunst und dürfen den entsprechenden Spielstein hinter ihrem Spielerschirm platzieren. Aber eben nur, wenn sie sich entsprechend des jeweiligen Tieres auf dem Spielfeld bewegen. Dieses besteht aus 8 mal 8 Feldern, auf jedem liegt zufällig der Spielstein eines Tieres. Das Spiel beinhaltet 10 verschiedene Tiere, 2 verbleiben also bei jedem Spiel in der Schachtel. Durch die Tiere haben die Spieler die Möglichkeit, ihre eigene Position, die der Mitspieler, das Spielfeld oder gar die Punktewertung zu beeinflussen.

Denn Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln. Das Spiel endet, wenn alle Spielsteine mit braunem Hintergrund aufgesammelt wurden (es gibt immer 2 pro Tier, also 16 Stück). Dann schauen die Spieler hinter die Schirme und auf das separate Wertungstableau. Dort sind die Tierarten und ihre Wertung vermerkt. Der Spieler mit den meisten Steinen bekommt jeweils die meisten Punkte für das jeweilige Tier. Dazu gibt es auf machen Steinen Sondersymbole, die ebenfalls gewertet werden.

Der Clou: Die Wertung kann (wie quasi alles in diesem Spiel) von den Spielern beeinflusst werden. Jedes Mal, wenn einer der braunen Steine aufgesammelt wird, darf der entsprechende Spieler ein beliebiges Tier auf dem Wertungstableau mit einem benachbarten tauschen. Da dies im Laufe eines Spiels 16 Mal passiert, ist es gar nicht so wichtig, welches Tier anfangs oben auf dem Tableau steht und die meisten Punkte bringt.

ALLES IN BEWEGUNG

bumuntu 05Um einen Giraffenspielstein zu erlangen, müssen die Spieler von diesem aus bis zu drei Felder in beliebige Richtungen ziehen. Soweit so simpel. Einen Schimpansenstein bekommen die Spieler, wenn sie sich von diesem aus beliebig viele Felder in eine diagonale Richtung bewegen, wie ein Läufer beim Schach. Analog hierzu ist das Zebra der Turm: Die Spieler bekommen den Spielstein, wenn sie beliebig viele Felder in eine orthogonale Richtung ziehen. Löwen, Schlangen, Krokodile und Nashörner ermöglichen es den Spielern, mit dem eigenen Zug auch Mitspieler zu verschieben und ihnen so ihre Pläne zu durchkreuzen. Auf einem Elefanten steht ein Spieler allerdings sicher und kann nicht verschoben werden. Flamingos ermöglichen meist große Sprünge über das Spielfeld und Taranteln können einzelne Spielsteine versetzen.

Denn sobald der erste Spielstein genommen wurde (also nach dem ersten Zug), tun sich Löcher im Spielfeld auf. Landet ein Spieler auf einem solchen Feld, von dem der Spielstein bereits entfernt wurde, muss er einen kompletten Zug ver(sch)wenden, um auf ein angrenzendes Feld wandern zu können. Das motiviert natürlich die Spieler dazu, sich gegenseitig auf ein leeres Feld zu befördern. Glücklicherweise bringen einige Spielsteine auch gleichzeitig Bananen mit, mit denen sie sich „gratis“ ein Feld weiterbewegen und somit auch leere Felder ganz gut umgehen können.

DAS SPIELMATERIAL

BUMÚNTÚ ist ein wunderschönes Spiel. Das etwas dunkler gehaltene Spielfeld bietet einen hervorragenden Kontrast zu den hellen Acrylsteinen und setzt diese so richtig in Szene. Denn die sind das absolute Highlight des Spiels. Größer als die von Azul, liegen sie hervorragend in der Hand und lassen sich gut hinter dem Sichtschirm verstauen. Die aufgedruckten Grafiken sind absolut stimmig.

Die Sichtschirme haben die einzelnen Bewegungen der Tiere innen aufgedruckt, eine nette Gedächtnisstütze (und der einzige Text im Spiel). In einem Zweispielerspiel kann darauf verzichtet werden, da alle Informationen ja immer bekannt sind. Ab 3 Spielern sind sie aber sinnvoll, weil die Spieler sich die Anzahl aller Tiere und Sondersymbole bei allen anderen Spielern kaum merken können.

bumuntu 13Die Spielfiguren stechen ebenfalls heraus: Schlank und hoch wirken sie zerbrechlich, erweisen sich aber dennoch als stabil und fallen auch nicht so leicht um, wie man anfangs vielleicht glauben mag. Dass es sich um Holzfiguren handelt, passt dabei wieder hervorragend zur Atmosphäre des Spiels. BUMÚNTÚ beinhaltet ansonsten noch die Tierplättchen für das Wertungstableau und Bananen-Token aus Pappe.

Auch die Schachtel wirkt wertig. Das schmale Format spart Platz im Spielregal, die Illustration ist ausgesprochen stimmig. Die Anleitung ist ausführlich und sehr ansprechend gestaltet. Die einzelnen Abschnitte sind dabei kurz und präzise gehalten und lassen sich gut lesen. Auf einer Doppelseite werden die einzelnen Bewegungen der Tiere mit Illustrationen vorgestellt.

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Tags: Strategie, 2-5 Spieler, Familienspiel, 45-60 Minuten

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