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TEST // Too Many Bones

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Ich gebe es zu, ich fand es anfangs äußerst frustrierend die englische Anleitung zu lesen und teils nichts zu verstehen. Dies hat sich aber nach dem Ansehen der Regelerklärung auf YouTube schnell geändert und es ist eine Liebe auf den zweiten Blick entstanden. Die frischen und innovativen Spielmechaniken und die abwechslungsreichen Abenteuer haben mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Regeln sind bei weitem nicht so komplex und verstrickt, wie sie beim Blick ins Handbuch wirken. Ganz im Gegenteil. Sie gehen leicht in Fleisch und Blut über.

Doch auch wenn die Regeln nicht allzu komplex sind, stellt das Spiel an sich schon eine relativ große Herausforderung für die Spieler dar. Zum einen sind da die Gearlocks, die sich jeweils grundsätzlich anders spielen. Ein planloses Haudrauf auf den Feind dürfte nur selten zum Erfolg führen und vor allem zum Ende hin immer aussichtsloser sein. Es ist notwendig, seine Vorgehensweise untereinander abzustimmen und zu planen. Dabei stellt jede Zusammenstellung der Feinde eine andere Herausforderung dar, da sich die Fähigkeiten der Baddies groß unterscheiden und dadurch eine entscheidende Auswirkung auf die Strategie haben. Einfach nur Würfel werfen und auf hohe Werte hoffen, reicht da nicht aus.

Allerding ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. So kann der zufällig zusammengestellte Baddie-Stapel eine Konstellation hervorrufen, gegen die nur schwer etwas auszurichten ist. Gegner, die Angriffswürfel sperren, zusammen mit Gegnern, die pro Runde nur 1 Schaden nehmen und gleichzeitig gemeine Angriffsfähigkeiten haben, bringen schnell den KO der eigenen Gruppe. Auch die Anzahl der Gearlocks ist im Balancing nicht ganz ausgewogen. Bei einer 2er Gruppe entsteht der große Vorteil, dass die Baddies relativ schwach bleiben. Sind dann allerdings mehrere Gegner dabei, die nur 1 Schaden pro Angriff nehmen, während sie selbst gefährlich austeilen, dauert es mitunter mehrere Runden bis man diese überhaupt besiegen kann. Wenn die Gruppe es überhaupt noch schafft, soweit zu kommen. Eine 4er Gruppe hat es an dieser Stelle leichter, da sie pro Runde doppelt so viel Schaden austeilen kann. Dafür bekommt sie es aber recht schnell mit den ganz großen Gegnern in größerer Stückzahl auf der Matte zu tun, die in der zufälligen Auswahl durchaus kaum zu besiegen sind. In diesen Momenten heißt es dann, die Niederlage sportlich zu nehmen. Dies ist relativ leicht, da außer einem Tag nichts verloren geht. Und sollte es regelmäßig Niederlagen geben, bleibt nichts anderes übrig, als die eigene Strategie zu überdenken und vielleicht einfach mal andere Gearlock-Fähigkeit zu testen.

Für mich stellt „Too Many Bones“ zweifelsohne eine der fesselndsten Spielerfahrungen dar. Das Puzzeln nach neuen Synergien bei den Fähigkeiten, das Spielen mit den einzelnen Talenten und das Ausklügeln von Teamstrategien auf engstem Terrain packt mich immer wieder aufs Neue. Auch wenn die Anschaffung an sich relativ kostspielig ist, habe ich es bislang keine Sekunde bereut, darin investiert zu haben. Es ist ein Spiel, das garantiert regelmäßig auf den Tisch kommen wird und bei dem ich auch mit den bereits bereitliegenden Erweiterungen noch ganz viel Spaß haben werde.

Wer selbst Interesse hat, sich das Spiel zuzulegen, sollte regelmäßig auf der Chip Theory Games Shop-Seite vorbeischauen, auf der das Spiel ganz normal gekauft werden kann. Da der Versand nach Deutschland aus der EU erfolgt, fallen auch keine weiteren Gebühren außer dem normalen Porto an. So ist niemand in der Notsituation, auf Angebote zu Mondpreisen in den bekannten Internetmärkten zurückgreifen zu müssen. Schlimmstenfalls ist etwas Geduld vonnöten, bis die nächste Auflage erhältlich ist. Wer sich das Grundspiel zulegt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, sich direkt auch die Dealor-Matte und die qualitativ besseren Chips für die Gesundheit zu holen, da beides für ein besseres Handling und Spielgefühl sorgt. Außerdem ist Ghillie als zusätzlicher Fernkämpfer mit einem guten Repertoire an Fähigkeiten ein weiterer Tipp für das erste Gearlock-Team.

Bilder zum Spiel

Tags: Strategie, Solospiel, Kooperativ, Abenteuer, Fantasy, Handmanagement, 1-4 Spieler, Variable Helden-Fähigkeiten, Würfelplatzierung, Thematisch, Würfel

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