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TEST // Die Tavernen im Tiefen Thal

TEST // Die Tavernen im Tiefen Thal

 

meinung zum spiel DK

Es gab an einem Spieleabend einen guten Freund, der rümpfte die Nase. „Schmidt Spiele; Warsch – welche Spiele hat er noch gemacht?“ wollte er wissen. Er ist absoluter Taktikfan und mag eher anspruchsvolle oder ausgefallenen Spiele. Weil er sich von mir überzeugen ließ, spielte er mit und nach der halben Partie suchte er bereits online nach dem Preis des Spiels um es zu bestellen (ca. 35 €).

Ich war zwar schon nach dem Lesen der Regeln überzeugt, das dieses Spiel Potential hat, war dann aber angenehm überrascht, als wir es das erste Mal auf dem Tisch hatten. Wir haben es gleich mit drei weiteren Modulen gespielt, was im Nachgang eine zu viel war, für die erste Partie. Wir vergaßen ein paar Runden eine wichtige Regel, die Ruhm einbringt. Da wir das alle verpennten, war es nicht spielentscheidend und wir konnten zum Glück weiterspielen.

Später versuchte ich das Spiel ohne weitere Module und mit allen. Jedes Mal gab es ein anderes Spielgefühl und immer wirkte alles ausgewogen und vor allem sehr stimmig. Es macht den Eindruck, als hätte der Autor das Spiel komplex erdacht und dann wurde es reduziert auf das Wesentliche um bei der Hauptspielgruppe des Verlages zu Punkten: Familien und GelegenheitsspielerInnen. Dieser Spagat zwischen leicht und anspruchsvoll gelingt perfekt.

Um so mehr ist es dem Verlag hoch anzurechnen, dass sie dieses Mal auch an die VielspielerInnen gedacht und sehr viel zusätzliches Material in die Packung gebracht haben. Trotzdem ist das Spiel zu einem sehr fairen Preis von knapp 35 € zu haben. Hier lässt der große Verlag deutlich seine Muskeln spielen und kann auch den Spagat zwischen Preis und Leistung meisterlich vollziehen.

Das Spielmaterial ist innovativ und sehr gut produziert. Hier gibt es bis auf die fehlende kompakte Spielübersicht, auch vor dem Hintergrund des Preises nichts zu meckern. Die Optik ist sehr gelungen und fängt die charmante Taverne perfekt ein.

Richtig meisterlich wird das Spiel dann beim Spielen. Die Mischung zwischen bekannten Aspekten von Deckbau und Würfelspiel ermöglicht viele Entscheidungen. Jede Runde planen die SpielerInnen jeweils für die nächste Runde vor, denn wenn Karten gekauft werden landen diese immer oben auf dem Deck. Ein kleiner, aber bedeutsamer Unterschied zu vielen anderen Spielen. Würfel werden gedraftet und auch so geht der Glücksfaktor etwas aus dem Spiel. Zudem gibt es in der Regel auch für die schlimmsten Würfel noch die Möglichkeit der sinnvollen Nutzung.

Ganz ehrlich: Hätte ich das Spiel nicht ohnehin zugesendet bekommen, wäre es für mich ein Pflichtkauf gewesen. Für mich bietet es genau das was ich mag. Eine überschaubare Spielzeit, mittelkomplexe Regeln (mit den Modulen), ein stimmiges Setting und tolles Spielmaterial zum günstigen Preis. Wer einen ähnlichen Geschmack hat, darf ohne weiteres zugreifen!

 

die tavernen im tiefen thal wertung

Bilder zum Spiel

 

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