TEST // Skylands

TEST // Skylands

Verfasst von Marvin Kunze am .

Die Welt der Skylands wurde zerstört und besteht nur noch aus vielen fliegenden Inselteilen. Als Spieler erschafft man seine eigene Inselwelt, indem man auf seinem Tableau Inselplättchen platziert. Dadurch entstehen neue Wald-, Berg-, Kristall- und Stadtinseln, die Punkte einbringen und/oder für Aktionen genutzt werden können.

Spielaufbau

Jeder Spieler erhält ein Inseltableau und eine Spielfigur in der Farbe seiner Wahl mit dem passenden Spielermarker.

In der Tischmitte wird das Vorratstableau platziert, auf dem alle Bewohner (Holzmeeple) aufgestellt werden. An das Vorratstableau werden vier Aktionstableaus angelegt. Die Inselteile werden verdeckt gemischt und als verdeckter Vorrat gestapelt. Zudem werden Punkteplättchen ausgelegt. Als letztes wird ein 4x4– Raster aus sechzehn Spezialinseln zusammengestellt. Die Auswahl der Spezialinseln kann zufällig erfolgen oder wird durch eine Vorgabe aus der Anleitung dem Grad der Komplexität angepasst.

Test // Skylands – Erschafft Eure eigene Inselwelt!

So funktioniert das Spiel

Im Spielverlauf erhalten die Spieler Inselteile und versuchen diese aneinanderpassend auf dem Inseltableau zu platzieren. Für die Inselteile gelten strenge Platzierungsregeln, bei denen jede Kante eines Plättchens passend zum benachbarten Inselteil nach seinem Typ, also Wald-, Berg-, Kristall- und oder Stadtinsel sein muss. Eine Ausnahme bildet der Tableau-Rand. Hier kann eine beliebige Inselkante angelegt werden. Dem aktiven Spieler stehen 4 Aktionen zur Auswahl. Das Besondere ist, dass auch alle Mitspieler die gewählte Aktion ausführen. Der aktive Spieler erhält allerdings einen speziellen Vorteil gegenüber seinen Mitspielern. Die Aktionen lauten:

Inseln entdecken

Der aktive Spieler deckt ein Inselplättchen mehr vom Stapel auf als Spieler teilnehmen. In Spielerreihenfolge wählt jeder Spieler ein Inselteil und platziert es auf seinem eignen Tableau. Die Insel darf auch so platziert werden, dass sie nicht mit anderen Inseln verbunden ist. Dadurch kann ein Spieler für sich festlegen, dass er dort im Spielverlauf eine Insel schaffen möchte.

Vorteil des aktiven Spielers: er darf zwei Inselteile verbauen. Das erste zu Beginn seines Zuges. Das zweite am Rundenende aus den übriggebliebenen Inselplättchen.

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Bewohner entsenden

Beginnend beim aktiven Spieler, darf jeder eine fertige Insel mit Bewohnern befüllen. Eine fertige Insel bedeutet, dass die Insel von allen Seiten mit demselben Inseltyp verschlossen ist und nicht mehr vergrößert werden kann. Auf jedes Feld dieser Insel wird ein farblich passender Bewohner aus dem Vorrat gestellt.

Vorteil des aktiven Spielers: er darf zwei fertige Inseln mit Bewohnern befüllen.

Inseln erschaffen (Spezialinseln)

In Spielerreihenfolge können die Spieler sich Spezialinseln aus der offenen Auslage „kaufen“. Dazu muss der Spieler die auf dem Plättchen abgebildeten Bewohner (Farben) von seinem Inseltableau zurück in den Vorrat geben. Die Spezialinseln ermöglichen die Generierung von Punkten am Spielende und/oder zeigen besonders seltene Inselteile.

Vorteil des aktiven Spielers: er darf einen Bewohner weniger bezahlen als auf dem Inselplättchen abgebildet ist.

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Energie umwandeln

Jeder Spieler wählt eine Kristallinsel (blau) und versetzt die blauen Bewohner dieser Insel in eine fertige (vollständig abgeschlossene) Stadtinsel (gelb). Für jedes nun besetzte Stadtfeld erhält der Spieler einen Punkt aus dem Vorrat.

Vorteil des aktiven Spielers: er darf aus zwei Kristallinseln Bewohner versetzen oder Bewohner einer Kristallinsel auf zwei Städte aufteilen. Zudem erhält er immer zwei Extrapunkte aus dem Vorrat.

In der darauffolgenden Runde kann der Spieler nur aus den drei anderen Aktionen wählen, da er seinen Spielstein auf ein anderes Aktionstableau versetzen muss. Das Spiel endet, wenn ein Spieler das vorletzte Feld auf seinem Tableau belegt hat, nicht mehr genug Inseln zum entdecken vorhanden sind oder alle Punkteplättchen aus der Auslage genommen wurden. Es folgt eine Schlusswertung und der Gewinner steht fest.

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Test // Skylands – Erschafft Eure eigene Inselwelt!

Skylands ist ein schnell gespieltes Legespiel mit übersichtlichem Regelwerk und einprägsamen, bekannten Mechanismen. Das Spiel eignet sich hervorragend als Opener oder Closer für einen Spieleabend oder lässt sich schnell mal „zwischendurch“ spielen. An dieser Stelle möchte ich die vorbildliche Spielanleitung erwähnen. In der Anleitung werden die Spielregeln kurz und exakt erklärt und alles wird mit Bildern und einem Beispiel nochmal verdeutlicht. Zudem sind die wichtigsten Stichworte fett markiert. Das hilft beim schnellen Nachschlagen von Regelfragen. So fällt auch der Wiedereinstieg nach einigen Wochen super leicht. An alle Spieleverlage: so macht man das!

Die Qualität des Spielmaterials ist ebenfalls sehr gut. Das Material ist aus dicker, fester Pappe mit gutem, farbintensivem Druck. Es gibt zahlreiche Holzfiguren und einen Wertungsblock (auch das ist ja nicht immer üblich). Über die Optik/Grafik lässt sich sicherlich streiten. Die einen mögen es zu bunt und kitschig finden. Andere wiederum sagen, dass es farbenfrohes Material ist. Mich hat die Farbvielfalt überhaupt nicht gestört und das Spiel bleibt trotzdem sehr übersichtlich.

Die Idee mit den fliegenden Inseln ist nett, hätte aber auch durch jedes andere Thema ersetzt werden können. Das Setting wird durch die Spielelemente nicht aufgegriffen. Hier hätte ich mir ein kleines bisschen mehr Spieltiefe gewünscht: z.B. ein Spielelement, das man nur mit fliegenden Inseln umsetzen kann wie z.B. besondere technische Fähigkeiten aufgrund der magnetischen Kräfte hat. Aktuell hat die Illustration keinen Bezug zu den Spielmechaniken. Die optische Gestaltung dieses Spieles gefällt oder gefällt eben nicht.

So bleibt mein Fazit: Skylands ist ein sehr einfaches Workerplacement-Spiel kombiniert mit Legeregeln ähnlich wie z.B. in Carcassonne oder anderen Klassikern. Prinzipiell kann ein Brettspiel mit diesen Mechanismen nicht viel falsch machen und das tut Skylands auch nicht. Eine kleine taktische Aufwertung erfährt das Spiel durch die Möglichkeiten, sich einzigartige Spezialinselteile zu erkaufen und durch das Generieren von Punkten im Spielverlauf. Der Glücksfaktor beim Entdecken der Inseln um das für sich richtige Inselplättchen zu erhalten bleibt natürlich vorhanden. Wer taktische Spieltiefe erwartet und auf Kombinationsvielfalt hofft, wird von Skylands enttäuscht werden. Zitat eines Mitspielers: „Das Spiel langweilt mich, es fehlt das besondere Etwas dabei“.

Als gehobenes Familienspiel oder sehr leichtes Kennerspiel hat es mir in meinen Spielrunden durchaus Spaß gemacht. Es ist ein schnell gespieltes Spiel, bei dem auch ein Spielfehler nicht zum entscheidenden Punkteverlust führt. Man versucht trotzdem, sein eigenes Inseltableau möglichst effizient zu bebauen und die Aktionen vorauszuplanen. Skylands ist mit jeder Spieleranzahl gut spielbar und dauert ca. 25-30 Minuten. Ich werde es bei meinen Spielerunden (auch mit Wenigspielern) gelegentlich wieder auf den Tisch bringen.

Wertung // Skylands – Erschafft Eure eigene Inselwelt!

Bilder zum Spiel

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Tags: 2-4 Spieler, Erkunden, Fantasy, Auslegen, Flächenausbreitung

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