TEST // Shadows Amsterdam

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Shadows Amsterdam – Ein tierisches Deduktionsrennen

Optisch hat mich „Shadows Amsterdam“ direkt angesprochen. Der Grafikstil, bei dem ich sofort an „Zoomania“ denken musste, machte mich neugierig, was durch die interessant und rasant wirkende Spielmechanik noch weiter befeuert wurde. Die Anleitung war schnell verinnerlicht und das Spiel ebenso aufgebaut. Es konnte also los gehen mit den Nachwuchsdetektiven auf der Jagd nach Beweisen. Der Informant übergab die erste Karte und schon war klar…das hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Der Umstand, dass es genau eine Karte als Hinweis geben darf und ansonsten keinerlei weiteren Schubs in die richtige Richtung, macht das Suchen nach dem richtigen Feld zu einem Lotteriespiel. Ist es die Farbe, die uns zu diesem Feld leiten soll? Oder kann es sein, dass es zwei Personen in einem Konflikt sind, auf die angespielt wurde? Aber auf dem Bild ist doch ein Vertrag zu sehen und auf dem anderen wird gerade vielleicht etwas unterschrieben? Oder kann es sein, dass die Gemälde im Hintergrund der Hinweis sind? Ja, genau! Alles könnte richtig sein, aber natürlich ist nur eines der gedachte Weg, um die Detektive durch die Stadt zu lotsen.

Nun ist es sicherlich nicht ganz so tragisch, wenn eine falsche Wahl dazu führt, dass sich der Weg zum Zielfeld etwas verlängert. Ärgerlich wird es aber, wenn die Detektive sich deswegen erneut auf ein Polizeifeld bewegen und das andere Team dadurch gewinnt. Tatsächlich wurde beim Spiel in unserer Runde weniger der Sieger ermittelt, als vielmehr der Verlierer gesucht, da die Spiele durch den 3. Polizeimarker entschieden wurden. So gut die Grundidee des Spiels auch sein mag, so wenig zufriedenstellend stellt sich am Ende die fehlende Interaktion zwischen dem Informanten und den Detektiven heraus. Als Informant muss man tatenlos zuhören, wenn die Detektive sich immer weiter von der Lösung entfernen, während man als Geist bei „Mysterium“ zumindest noch die Möglichkeit hat, durch weitere Karten lenkend einzugreifen.

In meiner Spielrunde konnte das Spiel dadurch kaum punkten. Die Mischung aus Hektik durch das Rennen gegen das andere Team und die gleichzeitige Hilflosigkeit, wenn sich die Detektive bereits in der internen Diskussion in ganz andere Richtungen bewegten und aufgrund eines nicht erwarteten Denkansatzes zielgerichtet der Polizei in die Arme rannten, konnte durch die wunderbare Gestaltung der Karten nicht aufgefangen werden. Natürlich könnte teamintern vorab ein fester Code vereinbart werden, nachdem die Karte ausgewertet werden soll, doch wäre dies für ein eher heiteres Spiel schon eine viel zu ernste und verbissene Herangehensweise. Bei mir hat das Spiel von daher leider keine allzu große Aussicht, noch oft auf den Tisch zu kommen. Die Chance, die Mitspieler auf das richtige Feld zu bringen, gleicht fast dem Ausfüllen eines 1 aus 6, bzw. 2 aus 13 Lotteriescheins. Und Lotto spielen hat mich noch nie sonderlich interessiert.

Shadows Amsterdam – Ein tierisches Deduktionsrennen

Bilder zum Spiel

Tags: Spione, Wettrennen, Partyspiel, Deduktion, 2-8 Spieler, Modulares Spielfeld, Echtzeit, Erkunden

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