Broom Service – Das Kartenspiel im Test

Geschrieben von Daniel Krause.

Broom Service – Das Kartenspiel im Test, Rezension, Alea, Spieltest, Spiel
Das Kennerspiel des Jahres 2015 hat einen kleinen Ableger bekommen. Wie schon von Alea angekündigt ist „Broom Service – Das Kartenspiel“ erschienen. In der neuen Serie der kleinen Boxen ist es somit der zweite Teil nach „Die Burgen von Burgund“.

Nach dem ersten Teil hatten wir die Erwartungshaltung, dass abermals das Brettspiel in kürzer Form in Kartenform seinen Weg in die kleine Packung findet. Bei „Die Burgen von Burgund“ hatte der Verlag es geschafft, dass Brettspiel in geraffter Form nahezu gleichwertig mit Karten umzusetzen. Das ist bei „Broom Service – Das Kartenspiel“ nicht unbedingt der Fall. Das Spielprinzip wurde ganz klar auf die Spielmechanik „feige oder mutig?“ reduziert. Dadurch wird das Spiel schneller, denn die Spielzeit von 15-30 Minuten ist gut geschätzt.

So funktioniert das Spiel:
Jeder Spieler bekommt abhängig von der Spielerzahl Karten auf die Hand. Davon wählt er drei aus und legt den Rest vor sich als Nachziehstapel ab. Zusätzlich bekommt jeder Spieler eine feige Karte vor sich ausgelegt. Der Spieler hat verschiedene Arten von Hexen auf der Hand, die sich farblich unterscheiden. Die Hexen haben eine feige und eine mutige Seite. Feige bringt einen Zaubertrank, mutig bringt drei Zaubertränke. Zum Spielbeginn werden 3 Zielkarten ausgelegt, mehr kommen nicht in das Spiel. Jeder Auftrag bringt fünf Punkte. Wer den Auftrag als erstes erfüllt nimmt sich die Karte , die ist damit aus dem Spiel.

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Eine Runde läuft wie folgt ab:
Der älteste Spieler ist Startspieler.
Er spielt eine seiner drei Hexen-Handkarten mutig oder feige aus. Jeder in der Runde muss nun schauen, ob er die gleiche Farbe auf der Hand hat und muss dann mutig oder feige bedienen.

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Bedient er mutig, so muss der Spieler, der zuletzt eine Karte mutig gespielt hatte, diese umdrehen. Er bekommt die Karte zurück auf den Ablagestapel, wenn alle eine Karte gespielt haben oder „weiter“ gesagt haben, weil sie nicht bedienen können.

Wer als letztes eine mutige Karte bedient hat, darf die Karte mit der mutigen Seite vor sich ablegen. Zudem wird er neuer Starspieler.

Auch die Spieler, die feige gespielt haben legen die Karte vor sich ab, aber mit der feigen Seite nach oben.

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Das wird so fortgeführt, bis alle Spieler ihre drei Handkarten gespielt haben. Danach Endet die Runde.

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Nun wird geprüft, ob ein Spieler alle Bedingungen eines Auftrags erfüllt hat. Ist das der Fall, so bekommt er die entsprechende fünf Punkte-Karte. Sind es mehrere Spieler gleichzeitig, so bekommt jeder fünf Punkte.

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Jeder Spieler sucht aus seinem Stapel wieder drei Karten aus und legt den Rest bei Seite.

Insgesamt geht das Spiel über vier Runden. Am Ende werden alle Zaubertränke ausgewertet. Zusätzlich werden noch die mutigen Zaubetränke zusätzlich gewertet. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten.

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Fazit:
„Broom Service – Das Kartenspiel“ setzt konsequent auf die Stärken, die für ein Kartenspiel sinnvoll umsetzbar sind. Das Spiel macht Spaß und spielt sich sehr gut. So wie es bei einem Kartenspiel ist, liegt es ein wenig auch am Glück, wer am Ende triumphiert. Doch auch mit etwas Planung und gutem Einschätzungsvermögen kommt man sehr weit. Es ist für eine Runde zwischendurch bestens geeignet, genau so wie als Absacker nach einem langen Spiele-Nachmittag.

Ein weiteres Kaufargument dürfte die erste Erweiterung für das Brettspiel sein, die aus 19 Karten besteht. Das finden ich sehr gut und fair!

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