Test: Memory – Das Brettspiel

Geschrieben von Daniel Krause.

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Test: Memory – Das Brettspiel
Ravensburger hat „Memory - Das Brettspiel“ veröffentlicht und Brettspiel-News.de ist stolz es präsentieren zu dürfen. Falls Sie sich fragen warum das so ist, bitten wir um etwas Geduld - die Antwort folgt. Grundlegend ist „Memory – Das Brettspiel" ein Memory, wie man es kennt und dann doch etwas anders.


Das ist in der Box:
In der Box befindet sich ein großes Spielfeld mit markierten Feldern, für alle Memory-Karten. Es befinden sich darin vier Bäume, die aus Wurzel und Baumkrone bestehen. Zusätzlich ganz viele Baumstamm-Teile. Diese sind in einander zu stecken.



Hier das Video, mit dem kompletten Material:


So funktioniert das Spiel:
Das Spiel startet wie ein normales Memory. Die Karten werden auf der Weltkarte verdeckt ausgelegt. Die zwei bis vier Spieler drehen Reihum jeweils zwei Plättchen um und versuchen Paare zu bilden. Wenn ein Spieler es schafft, darf er die Plättchen vor sich ablegen und gleich noch einmal probieren. Nun hat er die Wahl, die gesammelten Plättchen auf bereits freigespielte Felder zu platzieren. Dabei muss die Farbe zum Geländetyp passen. Plättchen mit grauem Hintergrund lassen sich auf Gebirge platzieren, Plättchen mit blauem Hintergrund auf den Flüssen und so weiter.

Bis zu vier Plättchen dürfen gleichzeitig gelegt werden und müssen immer mit einer ganzen Längsseite angelegt sein. Entsprechend der offen ausgelegten Plättchen erhält der Spieler einen Baumstamm. Den platziert er in seinen Baum Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Warum sind wir stolz diese Spiel zu testen?
Ganz einfach: Das Spiel hat einen enormen historischen Kontext und fast jeder hat es schon einmal gespielt. Es wurde bereits im mittelalterlichen Japan mit Muscheln gespielt. Richtig beliebt und bekannt ist es erst durch Erwin Glonegger geworden, der zur rechten Zeit das richtige Gespür hatte. Es war knapp nach dem zweiten Weltkrieg, wo an Spielen im Prinzip nicht zu denken war. Ein Schweizer Militärattaché namens William Hurter war bei Ravensburger vorstellig geworden. Er bot das Spiel seines Vaters Heinrich an. Glonegger erkannte das Potenzial schnell, als er es zu Hause ausprobierte und gegen seine Kinder sang und klanglos verlor. Ein Spiel, das Erwachsene und Kinder auf Augenhöhe spielen könnten, dass habe Potenzial – so sein Kalkül. „Da wusste ich: das wird was“ sagte er in seinem letzten Interview dem Printmagazin „Spiel Doch!“. Damit wurde das Spielprogramm von Ravensburger eröffnet, das zuvor fast nur auf Bücher spezialisiert war. Über 75 Millionen Spiele wurden seid den frühen 50ern verkauft. Das Spiel etablierte damit „spielen“ in Deutschland, was bis heute weltweiten Rang und Namen für unzählige Spielautoren genießen kann. Wir wollen gar nicht daran denken, was ohne „Memory“ als Zünder aus der Spielbranche in Deutschland und damit auch weltweit geworden wäre! Erwin Glonegger denkt ähnlich, schließlich hat er für sich und seine Frau zwei Memorykarten aus Stein als Grabsteine gewählt. Bei jeder Entscheidung weiß man nie, was dabei herauskommen wird, aber hat sich ein echtes Paar gefunden, so gehören sie zusammen – für immer.

Fazit:
Es ist unglaublich lange her, dass ich zum letzten Mal Memory gespielt hatte. Unzählige andere ungleich komplexere Spielkonzepte hatte ich mittlerweile auf dem Tisch. Doch als ich DEN Klassiker mit meinen Kindern spielte, da hat es mich wieder ergriffen – das alte Feuer jedes Parr genau zu ermitteln und damit zu gewinnen. Durch den Plan ist es einfacher, sich die Position zu merken. Wer Memory mag, oder früher mochte und Kinder hat, der sollte seinen Kindern Memory zeigen, und dabei selber viel Spaß haben.

Test: Memory – Das Brettspiel Test: Memory – Das Brettspiel Verlagsseite Ravensburger

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