Test: Der Club der Verschwender

Geschrieben von Daniel Krause.

Bewertung: 4 / 5

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Das Spiel „Der Club der Verschwender“ ist Anfang April 2016 erschienen. Das Brettspiel ist vom Autoren Vladimir Suchy, der 2011 das Spiel „Der letzte Wille“ veröffentlichte. Toll ist die Möglichkeit beide Spiele zu kombinieren. Entsprechendes Material liegt dem neuen Spiel bei.

 

Worum geht es in „Der Club der Verschwender?“
Es geht um einen geheimen Bund von jungen Gentleman, die das verwöhnte reiche Leben mit Macht und Anerkennung satt sind. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht Ihren Ruf und den Ihrer Familie zu vernichten. Doch das ist gar nicht mal so einfach. Es muss politische Macht verloren werden, es muss Reichtum verprasst werden und auch noch sozial an Anerkennung zu verlieren. Dieses Wettrennen können sich 2-5 Spieler gleichzeitig liefern.

Der Club der Verschwender, Heidelberger Spieleverlag

Wie funktioniert das Spiel?
Das Spiel besteht aus drei Modulen. Jedes Modul lässt sich mit jedem anderen kombinieren. Wer erfahrener ist kann auch alle Module gleichzeitig spielen.

Test: Der Club der Verschwender

Im Grunde ist „Der Club der Verschwender“ ein Workerplacement Spiel. Jeder Spieler hat, abhängig von der Spielerzahl, unterschiedlich viele Botenjungen. Diese gilt es optimal zu platzieren. Damit kann man dann Karten in unterschiedlicher Anzahl ergattern oder auch andere Aktion ausführen. Die Karten wiederum sind entweder ein sofort Bonus, wenn sie gespielt werden, oder ein Dauerbonus. Je nach Modulen, die im Spiel sind, spielt sich das Spiel anders, da die Wertungen sich ebenfalls ändern. Die verschiedenen Module passen gut zusammen, und es gibt für jede Kombinationsmöglichkeit entsprechende Rundenkarten. Schafft es ein Spieler nach allen Wertungen in einem Wettbewerb auf null zu kommen, hat er gewonnen. Ansonsten geht das Spiel über fünf Runden.

Test: Der Club der Verschwender Heidelberger Spieleverlag

Die Module:

Der Besitztumswettbewerb
Hier muss der Spieler es schaffen alles los zu werden, was er besitzt. Das Vermögen muss verjubelt werden. Es können Güter verkauft werden, es kann getauscht werden und natürlich gibt es auch hier Aktionskarten, die eingesammelt und angewendet werden können.

Der Wahlwettbewerb
da unser Vater sein ganzes Leben damit verbracht hat, politische Stimmen einzukaufen, starten alle Spieler mit immens hoher Reputation. Hier muss hart gearbeitet werden, um jeden Tag Ansehen verlieren zu können. Das geht über Aktionskarten, das geht über Freizeitaktivitäten und vor allem über miserable Reden, die am besten noch betrunken geführt werden.

Der Gesellschaftswettbewerb
Wer hier nach dem Motto: „Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich recht ungeniert“ agiert, wird sicher gewinnen. Auch hier wird mit sehr hoher Reputation gestartet und auch hier, muss man sich wie die Axt im Walde benehmen. Da gilt es per Aktionskarten Beziehungsstreit öffentlich auszutragen, Madame Beatrice zu verstimmen oder sonst wie den ruf zu ruinieren.

Test: Der Club der Verschwender Heidelberger Spieleverlag

Jede Runde werden die im Spiel befindlichen Module noch einmal extra gewertet. Dann geht es noch mal rauf oder runter, in der entsprechenden Wertung.

Wichtig sind natürlich die Karten in der eigenen dauerhaften Auslage. Über diese schafft man es im Laufe des Spiels richtig gut Reputation zu verlieren.

Test: Der Club der Verschwender Heidelberger Spieleverlag

Fazit:
Der Club der Verschwender macht es dem Spieler nicht ganz so leicht. Der Einstieg ist wegen der diversen Marker und Kombinationsmöglichkeiten etwas aufwendiger. Es reicht aber, wenn ein Spieler ca. 30 Minuten Lektüre investiert. Und sollen ich Ihnen etwas sagen? Das lohnt sich! Es hat seinen ganz eigenen Charme mal nicht darum zu kämpfen, der beste zu sein. Die Kombination von Workerplacement mit Karten funktioniert sehr gut und bietet viele taktische Möglichkeiten. Der Kampf darum ersten oder auch mal letzter zu sein kann auch sinnvoll sein und taktisch verwendet werden. Es gibt auch nicht den einen Weg um sicher zu gewinnen. Die Balance zu halten und im richtigen Moment die Chance zu erkennen und zu nutzen, ist das, was das Spiel richtig gut macht. „Der Club der Verschwender“ ist definitiv ein Spiel für Vielspieler. Zumindestens derjenigen, der die Regeln liest und erklärt. Wenn das Spiel einmal läuft, ist nach einer Runde das Prinzip verstanden und es kann auch für weniger erfahrene Spieler richtig los gehen, mit dem Verschwenden.

Hier gibt es das Spiel zu kaufen: 

Club der Verschwender

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