Test: 5-Minute Dungeon

Geschrieben von Daniel Krause.

5-Minute Dungeon ist gerade beim Kosmos Verlag auf deutsch erschienen. Das Spiel bietet Abenteuer für 2-5 Spieler, die genau immer 5 Minuten andauern. Die erste Frage, die mir durch den Kopf ging: “Kann das Spaß machen? Nur 5 Minuten und dann ist alles vorbei!” In unserem Test berichten wir, ob Spaß aufkommt und warum Sie sich auch mal in den 5-Minute Dungeon begeben sollten.

Darum geht es: In dem kurzen Zeitfenster von 5 Minuten sollen 2-5 Spieler ab acht Jahren einen Dungeon von diversen Monstern, Hindernissen, Personen und Bossmonstern befreien. Abhängig vom Schwierigkeitsgrad und Spieleranzahl und Boss-Tableau unterscheidet sich die Anzahl der Gegner- und Questkarten. Über eine kostenlose App oder anderen Zeitstopp-Instrumenten muss die Zeit nachgehalten werden.

Spielaufbau

Jeder Spieler wählt einen der 5 Charaktertableaus und nimmt sich das Kartendeck der entsprechenden Farbe, was auf dem Tableau verdeckt platziert wird. Das Bosstableau wird mittig ausgelegt und die entsprechenden Gegener- und Questkarten als gemeinsam gemischter und verdeckter Stapel darauf bereitgelegt. Wenn die App verwendet wird, kann nun auf Start gedrückt werden um das Handy kann ebenfalls in die Tischmitte gelegt werden, damit jeder sehen kann, wieviel Zeit noch bleibt oder Pause drücken. Entsprechend der Spielerzahl nimmt sich jeder die Startkarten auf die Hand. Das Spiel kann beginnen.

Spielablauf

Nachdem das Spiel gestartet ist, wird die erste Dungeonkarte aufgedeckt. Nun spielen alle gleichzeitig und versuchen die offenen Herausforderungen zu meistern. Um das schnell und effizient zu schaffen, ist es nötig sich abzusprechen. Jeder Spieler hat immer die Möglichkeit Karten zu legen und danach wieder auf die Kartenanzahl aufzuziehen, oder drei Karten auf den Ablagestapel zu legen und eine Sonderfunktion auszuführen.

Diese Sonderaktionen unterscheiden sich zwischen den 10 möglichen Charakteren und sind in manchen Situationen Spielentscheidend. Je nach Endgegner, muss die Auswahl gut getroffen sein, denn auch die Decks der einzelnen Spielerfarben unterscheiden sich deutlich. Dabei wurde auf die gelernten Charakterklassen Barbar / Gladiator, Dieb / Ninja, Magier / Zauberin, Waldläufer / Jägerin oder Paladin / Walküre zurückgegriffen. Die Decks bestehen jeweils aus unterschiedlichen Anzahlen von Schriftrollen-, Sprung-, Schwert-, Schild- und Pfeilkarten. Zusätzlich hat jedes Duo noch charaktertypische Aktionskarten.

Die Herausforderung ist variierbar. Es gibt die drei Schwierigkeitsgrade Lehrling, Held und Dungeon-Master. Zum Vergleich: während der erste Bossgegner für Lehrlinge 10 Dungeon-Karten und 4 Questkarten für zwei Spieler fordert, sind es beim 5 Boss schon 26 Dungeon- und 4 Qustekarten im einfachen Modus. Zu fünft und als Dungeon-Master muss man schon 40(!) Dungeon- und 10(!) Questkarten besiegen bevor der Endboss auf Euch wartet. Das sind mehr als zehn Karten pro Minute. Da muss man mehr als gut eingespielt sein um das zu meistern!