Test: Die Villa des Paten - Das Kartenspiel

Geschrieben von Sonja Karschau.

In diesem Krimikartenspiel übernehmen die 2-4 Spieler die Rolle von Polizisten, deren Auftrag es ist den Paten, der sich im Keller seiner Villa versteckt hat, festzunehmen. Vorher müssen sie allerdings an seinen 4 Leibwächtern in der Villa und den 9 Leibwächtern im Park vorbei und diese einbuchten bevor sie den Auftrag erfolgreich beenden können und den Paten hinter Schloss und Riegel bringen können.

Spielaufbau

Es gibt 4 Patenkarten, eine wird verdeckt in die Mitte gelegt, die anderen kommen zurück in die Spielschachtel.

Dann gibt es 20 Leibwächterkarten unterschiedlicher Stärke (2-4). Entweder verteilt man einfach nach dem mischen 13 der Karten nach Spielanleitung in der Tischmitte verdeckt aus oder sucht für das Einsteigerspiel einige von den schwereren raus und verteilt sie dann nach Spielanleitung um den Paten herum aus. 4 werden an den Ecken des Paten drauf platziert. Diese bilden die Villa . Im Anschluss je 3 ganz oben auf den Ecken der oberen zwei Leibwächter der Villa, 3 in der Mitte und die letzten 3 an den unteren 2 Leibwächtern der Villa. Alle Karten werden so platziert, dass die Stärke der Leibwächter zu sehen ist. Restliche Leibwächter kommen in die Spielschachtel und werden nicht benötigt. Zu guter Letzt wird die Einsatzleiterfigur bereitgelegt und die 54 Polizeikarten gemischt und je nach Schwierigkeitsgrad, den man vorher bestimmen kann eine bestimmte Anzahl Karten an jeden Spieler ausgeteilt. Für Einsteiger als Beispiel: man zählt die Werte aller Leibwächter 2-4 zusammen und zählt plus 10 dazu. So viele Karten werden dann an die Spieler insgesamt aufgeteilt.

Jeder deckt nun 4 der Karten, die er bekommen hat, auf und die restlichen Karten bilden verdeckt den Nachziehstapel der jeweiligen Spieler. Dann kann das Spiel beginnen.

So funktioniert das Spiel

Gespielt wird im Team. Zuerst wird bestimmt mit welcher Festnahme man beginnen möchte. Hierzu kann nur ein Leibwächter gewählt werden, der mindestens 2 freie Kartenseiten hat. Zu Beginn also nur die zwei Leibwächter oben am Eckrand des Parks und die zwei am unteren Eckrand des Parks. Auf jedem Leibwächter ist zur Hilfe ein Hinweis abgebildet z.B. man benötigt je nach Stärke 2-4 auch so viele Karten zur Festnahme, sowie zur Festnahme ist eine gelbe Karte an erster Stelle nötig oder zur Festnahme wird an zweiter Stelle eine blaue Karte benötigt. Anderes Beispiel zur Festnahme wird keine grüne Karte benötigt etc. Anhand dieser Information auf den Leibwächtern und den ausliegenden Polizeikarten der Mitspieler wird ein Einsatzleiter bestimmt der die Leibwächterkarte, die man ausgesucht hat, dann umdreht und mit dem Zug beginnt.

Auf den Leibwächterkarten ist nun sichtbar welche Karten in welcher Reihenfolge notwendig sind um den Leibwächter festzunehmen. Jeder Spieler, beginnend mit dem Einsatzleiter, führt dann folgendes aus.

Es muss eine für die Festnahme passende Polizeikarte (mit dem richtigen Symbol/Farbe) neben den Leibwächter gelegt werden. Wobei man auch strikt auf die Reihenfolge achten muss. Beispiel: Leibwächter mit Stärke 3. Verlangt wird zuerst gelbe Handschellen, dann blaues Polizeiauto und als drittes eine rote Pistole. So muss der Einsatzleiter die gelben Handschellen ausspielen, der nächste im Uhrzeigersinn das blaue Polizeiauto und der dritte dann die rote Pistole.

Kann man wenn man dran ist die passende Karte nicht spielen kann man alternativ zwei gleiche andere Karten ausspielen und danebenlegen. Dies gilt dann auch als erfüllt. Wenn man auch dies nicht kann, so muss man eine seiner 4 ausliegenden Polizeikarten ungenutzt abwerfen und passen.

Nachdem man eine Karte neben den Leibwächter gelegt hat wird eine neue Karte vom eigenen Polizeikartenstapel gezogen und aufgedeckt. Hat man zwei gleiche abgelegt als Ersatzkarte dann darf man auch nur eine Polizeikarte nachziehen und hat dann nur noch 3 offen ausliegen.

Wenn alle benötigten Karten zur Festnahme gespielt wurden wird der Leibwächter festgenommen und die Spieler bekommen eine Belohnungskarte für die Festnahme. Diese ist auf jedem Leibwächter vermerkt. Hier können die Spieler entscheiden wer die Karte erhalten soll. Dieser Spieler schiebt die Karte dann unter seinen Nachziehstapel oder legt sie offen aus, falls der Spieler nur 3 Karten ausliegen hatte, denn dies ist die einzige Möglichkeit seine Auslage wieder auf 4 Karten zu vergrößern.

Folgend wird wieder zusammen ein neuer Leibwächter für die nächste Festnahme ausgesucht und ein neuer Einsatzleiter bestimmt. Und dies wird wiederholt bis man zum Paten gelangt ist und auch ihn festnehmen konnte und somit als Team gewonnen hat oder der Einsatz aufgrund mangelnder Polizeikarten zur Niederlage bzw. Abbruch des Einsatzes geführt hat.


Fazit

Der Spieleinstieg ist leicht und die Regeln sind auch hier gut und einfach erklärt. Jeder der Teamspiele mag wird sich hier zu Hause fühlen und Spaß an dem Spiel finden. Durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad, den man wählen kann, ist der Wiederspielreiz auf jeden Fall da und auch jede Partie nicht berechenbar. Je nachdem wie die Leibwächter gezogen wurden kann man auch nicht sagen, dass jedes Spiel immer zum Sieg führt. Das Einsteigerspiel sollte man allerdings nur zum Kennenlernen spielen, da man dies nicht verlieren kann und dies daher keinen Anspruch fordert und sehr langweilig ist. Erst durch ein höheres Handicap macht dieses Spiel auch wirklich Spaß und lässt sich in einer netten Runde gut spielen.

Bilder zum Spiel

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